Technische Informationen Warmdach

Taborsky Trapezprofil als Warmdach

Die Wärmedämmschicht mit der darauf befindlichen Abdichtung liegt beim Warmdach auf den Taborsky Trapezprofilen. Auf der Rauminnenseite liegen also die tragenden Taborsky Trapezprofile.

Die Befestigung erfolgt gem. stat. Berechnung mit Schrauben oder Setzbolzen. Die Überdeckung des Querstoßes beträgt ca. 150 mm. Der Längsstoß wird mit Bohrschrauben in einem Abstand von ca. 300 mm verbunden.

Voranstrich

Ein vollflächiger Bitumenkaltanstrich in einer Schichtdicke von mindestens 200 µ im Profilgrund, der auch Nieten und Schrauben überdeckt, ist nach Reinigung und gegebenenfalls Trocknung der verzinkten Taborsky Trapezprofile aufzubringen. In Verbindung mit der Verzinkung entspricht es dem Korrosionsschutz nach Norm. Den Korrosionsschutz übernimmt bei einem im Coil-Coating-Verfahren beschichteten Taborsky Trapezprofil die oberseitige Schutzlackierung in Verbindung mit der Verzinkung.

Dampfsperre

Taborsky Trapezprofile bilden in der Fläche eine Dampfsperre. Je nach Einsatzgebiet kann bedingt durch Quer- und Längsstöße eine Dampfsperre erforderlich werden. Wegen der Sickenöffnung kommen vor allem trittfeste Schweißbahnen mit Aluminium als Dampfsperre in Frage.

Auf der Oberfläche der Taborsky Trapezprofile werden mittels Heißbitumen oder im Schweißverfahren die Schweißbahnen aufgeklebt, wobei die Flamme den Korrosionsschutz der Taborsky Trapezprofile nicht beschädigen darf. Wann eine Dampfsperre notwendig ist, hängt von folgenden Kriterien ab:

  1. Wärmedämmstoff
  2. mittlere Jahrestemperatur der Außenluft
  3. Standort des Bauvorhabens
  4. relative Feuchte der Raumluft
  5. Raumlufttemperatur

Wärmedämmung

Die Wärmedämmung auf den Taborsky Trapezprofilen stellt die Unterlage für die Dachhaut dar und dient dem Wärmeschutz.
Es dürfen nur Dämmstoffe eingesetzt werden, die mindestens normal entflammbar (B2) sind. Sämtliche Dämmstoffe müssen unverrottbar, trittfest, temperaturbeständig und maßhaltig sein.
Damit die Belastung beim Begehen über den Sickentälern aufgenommen werden kann, soll die Dicke der Hartschaumdämmstoffe mindestens 4 cm sein. Die Platten sind rechtwinkelig zur Spannrichtung der Taborsky Trapezprofile und im Verband mit versetzten Stößen zu verlegen. Rollbare Wärmedämmbahnen sind in Spannrichtung der Taborsky Trapezprofile auszurollen.

Durch Verklebung mittels heißflüssiger Bitumenklebmasse im Gießverfahren erfolgt die Befestigung der Wärmedämmung. Es soll nur Bitumen mit hohem Klebeeffekt verwendet werden.
Durch besondere Befestigungselemente können Wärmeplatten auch mechanisch mit den Hochsicken der Taborsky Trapezprofile verbunden werden. Jede Wärmedämmplatte muß gegen Abhebung und seitliche Verschiebung gesichert sein.
Wenn auf die Dachhaut als Beschwerung eine Kiesschüttung oder ein entsprechend schwerer begehbarer Belag aufgebracht wird, ist eine lose Verlegung der Wärmedämmung möglich. Zusätzliche Befestigungen sollten wegen erhöhter Windsoglasten im Rand- und Eckbereich der Dächer angebracht werden.

Dampfdruckausgleichsschicht

Wenn die erste Lage der Dachbahn unterseitig möglichst grob bestreut ist und punkt- oder streifenweise aufgeklebt wird, kann sie die Funktion der Dampfdruckausgleichsbahn oberhalb der Wärmedämmung übernehmen.

Belichtung, Belüftung

Ohne großen Aufwand können beim Taborsky Trapezprofil-Dach Lichtbänder, Lichtkuppeln, Lüfter- oder Wärme- und Rauchabzugsvorrichtungen auf der Baustelle eingebaut werden. Die hierfür geschaffenen Dachöffnungen machen eine zusätzliche statische Überprüfung der Taborsky Trapezprofile erforderlich. Alle Dachöffnungen müssen eine saubere umlaufende Einfassung aus bandverzinktem oder beschichtetem Blech erhalten.

Warmdachaufbau

Entwässerung

Zur sicheren Entwässerung der Dachfläche sollte eine Dachneigung von mindestens 3° vorhanden sein.
Die Entwässerung der Taborsky Trapezprofildächer erfolgt wie bei Flachdächern üblich, entweder über Dachgullys oder aber über eine vorgehängte bzw. innenliegende Rinne.
Um den Dachaufbau dauerhaft schadensfrei zu halten, sollte der Einbau der Dachgullys grundsätzlich an den Tiefpunkten der Dachfläche (z. B. Feldmitte der Dachprofile) erfolgen.
Nennweite oder Rinnenabmessungen und Anzahl der Dachgullys sind entsprechend Dachflächengröße gemäß den technischen Bauabstimmungen zu ermitteln.